• Blog HUBERTUS Alpin Lodge & Spa

    Kaum Hotel. Eher Zuhause.

10.08.2017, Stefan und Ruth Reiber

Wir haben uns von Beginn an sofort wohlgefühlt im Hubertus. Mitarbeiter, Ambiente, tägliches Aktivitätsprogramm, Essen und SPA - einfach alles hat uns angesprochen. Trotz voller Auslastung im Hotel war keine Hektik zu spüren. Jederzeit war überall genügend Kapazität an Betreuung und Platzangeboten. Uneingeschränkt Empfehlenswert das Hubertus in Balderschwang! mehr erfahren

09.08.2017, Isabella Kramer

Ein spitzen Hotel mit sehr vielen tollen speziellen Ideen, wie man es den Gästen leicht macht ,neue Kraft und Energie zu sammeln . Vielen lieben Dank an das komplette Hubertus Team mehr erfahren

06.08.2017, Constanze Weihs

Liebes Hubertus Team. Es war ein unvergesslicher Aufenthalt bei Euch - wir kommen sehr gerne wieder! mehr erfahren

Loubgüsë

Donnerstag - 30. Oktober 2014 - Karl Traubel - 0 Kommentar(e)

Verfasst von
Karl Traubel


Am Bleicherhorn
Am Bleicherhorn

Nein, dies ist nicht dänisch oder Holländisch.
Nein dies bedeutet im Wäldar-Dialekt: Herbststurm mit Regen bringt das Laub von den Bäumen.

füonô: es geht der Föhnwind

schwëndô: reinigen und entsteinen der Alpweiden; Jährlich einmal wurden die Alpweiden ‚aufgeputzt‘ – die Steine wurden entfernt und auf Steinhaufen oder Steinzäune geworfen – Mùgôrë , Holz und Äste gesammelt, kleines Strauchwerk mit der ‚Schwendsëagas‘ gemäht und mit dem ‚Schollôrëachô‘ zusammengenommen, bevor man das Vieh wieder auf diese Weiden ließ.

Früher, war mit dem Ende der Alpzeit, Ruhe im Tal. Die letzten Gäscht (Gäste) fuhren heim. Es war nichts mehr. Die Alpen wurden winterfest gemacht, ums Haus rum aufgrummuat, der Garda und Grab grichtet für Allerheiligen und Allerseelen. Meistens kam, so auch dieses Jahr der erste richtige Schnea (Schnee), für zwei, drei Tage. Dieses Jahr blieb er länger. Die Liftbesitzer und Sklifahrer werden nervös, die Zahl der Besucher auf den Webcams steigt, die ersten Skigäste und Tourengänger sind unterwegs. Flugs wird von der Gmoind d’Loipe gespurt, Deutschlands Langlauf-Elite ist im Tal. Dann kummt ab und zua der füonô: (es geht der Föhnwind), ein Wechselspiel zwischen Herbst und Winter. Tage mit über 20 Grad, z’nacht friert es. Wenn ich so denke, eigentlich Nebensaison, so sagte man früher, hie und da an Gascht, heute Wartelisten im November. Der Monat der inneren Einkehr, der Ruhe, des Innehaltens, der Suche nach wärmenden Sonnenstrahlen, der Platz an der Sonne.

Die Frage:“Wann schniet es ing?“

Hört man jetzt immer öfter. Jedoch wie freue ich mich auf jeden Tag noch ohne Schnee, Bayrische Sibirien wird mit Sicherheit seinem Ruf als Schneeloch Bayerns gerecht. Wie jedes Jahr! Wie liebe ich meinen Platz auf der Spiecherhalde, allein dort oben, keine Menschenseele, nur kurz nauf:

„luaga, wia’nas dunda im Tal zunachtet“ –

mir geht das Herz auf, der Säntis leuchtet, am Bodensee steht der Nebel. Keiner fragt, keiner sagt was, kein Laut, nur die fliegende Mobilität hinterlässt am Horizont ihre Kondensstreifen, das Laster der Erreichbarkeit liegt daheim am Schreibtisch. Gamslar juckat, koi Jägar amanond, s’isch November, i glaub fascht, sisch minge schönschte Zit. Dahoim im Tal: das Menü wird Wildlastiger, der Rotweinkonsum steigt, die Gewürze beim Dessert sind zimtiger. Ich mag unsere Täler, wenn viel los ist, wenn viele Menschen und Autos unterwegs sind. Aber lieber sind mir die Jahreszeiten mit wenigen Touristen. Dann lasse ich mich stärker von den Gipfeln des Allgäus und das Bregenzer Waldes faszinieren, dann kann ich an ihrer majestätischen Natur besser teilhaben. Und das ist der Grund, warum die Nebensaison zur Hauptsaison wird – für unsere Sinne. Weil wir da wieder zu uns selbst zurückfinden. All unsere Sinne öffnen sich der Wahrnehmung.

Eile mit Weile, heißt die Devise, wie schon die alten Römer wussten.

Ich muss nochmals naus, „Nauf auf Spiecherhalde.“

Ihnen einen gute und beschauliche Zeit!


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