• Blog HUBERTUS Alpin Lodge & Spa

    Kaum Hotel. Eher Zuhause.

28.06.2017, Margarete Stengele

Welch ein Glück hier Urlaubstage zu verbringen! mehr erfahren

26.06.2017, Manfred Reisgies

wir sind schon viel in der Welt herumgekommen, aber die Freundlichkeit der Mitarbeiter und das Speisenangebot habern wir noch nie wo anders erlebt. mehr erfahren

25.06.2017, Sebastian S S.

Sehr herzliches und besonders Hotel. Wir haben uns sehr wohl und heimisch gefühlt. Die Belegschaft ist sehr aufmerksam und es gibt sehr gutes Essen. Das Hotel ist uneingeschränkt zu empfehlen. Viele Grüße aus München mehr erfahren

Ich war dann mal weg.

Montag - 8. Juni 2015 - Karl Traubel - 0 Kommentar(e)

Verfasst von
Karl Traubel


 

„Hosch Luscht nexscht Joar farma, dr Jakobsweg…“

war die Frage von Andi Heckmair im Sommer letzten Jahres. Seines Zeichens ein Urgestein der MTB-Szene. Begründer der legendären Alpenüberquerung mit dem Mountain-Bike. Sohn des Erstbesteigers der Eiger-Nordwand. Spontan sagte ich zu.

Nicht mehr daran denkend erinnerte er mich im Mai daran, daß es in 2 Wochen losgeht. „Denk dra, mir radlat mit Kiwis, des sind wilde Hund und dia fahrrad bei jedem Weatt’r…“ (Übersetzung: Ich errinnere Dich, das sind Neuseeländer, sehr gute Radfahrer und lassen sich von widrigen Verhältnissen nicht abschrecken!). Na gut, Andi holte mich Nachts am 22 uhr in Balderschwang ab und nach einer 17-Stündigen Autofahrt kamen wir übermüdet in San Sebastian im Baskenland an. Die anwesenden Teilnehmer sahen alle human und nett aus. Durchwegs nicht mehr ganz junge Semester, zwischen 42 – 77 Lenze alt. Teilweise rundlich, einige mit Krampfadern, Beinformen von O-X, Männ- und Weiblein. Nicht vorstellbar, daß die so „wild“ sein sollen.  Am nächsten Tag gings los, 125 Km, 1.900 HM. Die Einteilung in drei Gruppen, die erste mit einem Halbprofi-Guide aus Tschechien, genannt Richardo. In diesem Pulk waren Kanditaten mit etwa 10.000 Kilometer in den Beinen. Die zweite Gruppe derer ich mich anschloß mit einem Guide aus Russland, genannt Wladimir. Die dritte Gruppe mit dem Chef von Global Adventure, Ralph Freemann, ein Bayer der sein Heimatland Bayern verlies und dieses weltweit tätige Radreiseunternehmen führt. In dieser Gruppe waren auch vier E-Bike-Radler mit dabei. Unter anderem Freund und Kumpel Andi.

Ich hatte vorher lediglich 300 KM in den Beinen. Alle gefahren auf der Rohrmoosrunde und im Bregenzer Wald. So nebenbei zwischen Arbeit und Zimmerstunde. Meine  internen Zwiegespräche gebe ich besser nicht von mir, welche ich in den ersten drei Tagen mit mir führte.

Dens Fidla hoat’mr immens weah dong.

(Mein Hinterteil war gut spürbar.) So legten wir in diesen 10 Tagen knapp 1.000 KM zurück.  Um dann am letzten Tag stolz und glücklich die Bestätigung in der der Kathedrale von Santiage de Compostela zu erhalten, daß wir den Jakobsweg „regelkonform“ zurückgelegt haben. Dazwischen lagen keine Übernachtungen in den den rudimentären Pilgerunterkünften die nicht vorgebucht werden können, sondern feine 4 oder 5 Sterne Hotels, wie es sich für Edelpilger gehört. Laut wikipedia waren im Jahr 2014, 237.812 Pilger unterwegs. Zu Fuß, mit dem Rad, mit dem eigenen Esel, oder „Softpilger“ mit dem Reisebus, die lediglich eine geringe Anzahl an KM marschieren um die Anzahl der Stempel Pilgerausweis zu erhalten. Ich habe die Fahrt genossen, dieses Land, die alten geschichtsträchtigen Städte, mit den schlichten und einfachen Kirchen, wo der Glaube spürbar ist bis zu den prunkvollen Kathedralen, die mit einer immens und für mich nicht vorstellbaren Aufwand vor Jahrhunderten erstellt wurden. Ich bin dankbar, daß ich gesund den Weg erfahren durfte, ziehe meinen Hut vor denen die über Wochen und Monate hinweg ihren Weg gehen. In Gedanken und im Gebet war ich oft bei meiner Familie, meinen Freunden, Mitarbeitern  und Gästen. Es ist ein besonderer Geist auf dem Weg, es ist was Besonderes welches ich nicht in Worte fassen kann. Ich danke Ihnen/Dir, wenn Sie/Du die Zeilen bis hier gelesen haben, und wünsche Gesundheit und Gottes Segen.

Balderschwang an Fronleichnam 2015

Euer Karl

 

P.S. Am liebsten hätte ich Ihnen/Dir Bilder meiner Pilgerbestätigung gezeigt, die ich in der Kathedrale in Santiago de Compostela erhielt , und stolz meinen abgestempfelten Pilgerausweis, jedoch WorldPress ist nicht immer PC-Freund. Daher verweise ich auf einen Besuch bei uns im Hubertus wo ich gerne meine Erlebnisse bei einer Wanderung oder einem persönlichen Gespräch wiedergebe.

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Am Ziel Santago de Compostela
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Mittagspause aus dem Radanhänger. Dank an Rene unseren Busfahrer, daß Du immer ander richtigen Stelle gewartet hast, und für die Feierabendbiere.
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Genuß mit Illy-Espresso und Coca-Cola in Leon am Place de Major.
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Ein Brunnen aus dem Rotwein und Wasser fliesst. Täglich stellt dieser Weinkeller im Rioja 100 Liter Rotwein für die Pilger zum freien Ausschank.
Gabs leider nur einmal auf der Strecke.
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Beim Stempel sammeln. Meinen letzten Stempel holte ich mir kurz vor dem Ziel in einer Pizzeria.
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Ich liebe diese Tapa-Bars
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Ein wunderbar schlichte Kirche
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endlose Gerade
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..der Mittlere ist erkennbar
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ein MUss für jeden Pilger
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Unser Pilgerweg war kürzer
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Pilger aus aller Herren Länder
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Buchtipp „Zwei Esel auf dem Jakobsweg“ von Tim Moore
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vorbei an endlosen  Kornfelder
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Ortsdurchfahrt
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Kirchen und Kathedralen ohne Ende
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wie bei den Hippies
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immmer der Jakobsmuschel nach.

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