• Blog HUBERTUS Alpin Lodge & Spa

    Kaum Hotel. Eher Zuhause.

07.12.2018, Evelyn Häsele

Wer sich im Hubertus nicht wohlfühlt, ist selbst schuld. mehr erfahren

05.12.2018, Erika Völker

Liebe Familie Traubel, Wir waren das erste Mal in Ihrem Hause und waren sehr zufrieden. Es gab für uns in keiner Weise einen Grund der Kritik oder gar Beschwerde. Wir werden zukünftig sicherlich wiederkommen. mehr erfahren

05.12.2018, Stefan

Ein wirlich gelungener Aufenthalt. Sehr schön auch das die Küche sich auf vegane Kost einstellen kann. Und das auf hohem Niveau. Super. Danke mehr erfahren

Wer gibt uns das Recht?

Sonntag - 19. August 2018 - Karl Traubel - 2 Kommentar(e)

Verfasst von
Karl Traubel


Immer wieder werden wir mit Bemerkungen und Hinweisen konfrontiert, wo ich zum Kopfschütteln neige.

Der Zahn der Zeit

Stimmt unser Hubertus ist schon ein außergewöhnliches Haus. Entstanden über viele Jahrzehnte und Entwicklungen eines kleinen Berggasthauses bis hin zum jetzigen Bestand. Ein Haus mit Ecken und Kanten, teilwiese buckligen und krummen Böden, mit Absätzen, verschiedenen Raumhöhen und Ebenen.

Weiß Gott, kein Hotel welches am Reißbrett entstanden ist. Ab und an, wenn ich mit interessierten Hotelgästen meine wöchentliche Hausexkursion starte, erzähle ich von den Anfängen, hin zu dem was jetzt ist. Mit jedem Winkel, mit jedem Raum oder Stube bin ich verbunden, ich höre Stimmen und spüre die Emotionen in mir, die diese von sich geben und mir die Geschichten erzählen.

Warum schreibe ich Ihnen das? Warum nur? Weil ich immer wieder konfrontiert werde auf den einschlägigen Bewertungsplattformen, daß etwas verbesssert werden sollte, weil es aus der „Norm“ fällt. Unsere Sinne sind permanent darauf konditioniert zu bewerten, von Gut über Mittelmäßig bis schlecht. Von schön bis „wüscht“ (ein Dialektwort aus der RegionAllgäu/Bregenzerwald für „unansehnlich“). Im kulinarischen Bereich, von ausgezeichnet bis „Nicht mein Geschmack“! Und so weiter.

Ein Haus in welchem, tagein und tagaus, viele Gäste verkehren, dieser Publikumsverkehr hinterlässt „Spuren“ an Ecken und Kanten: Stets sind unsere Mitarbeiter bemüht, beflissentlich alles pikobello sauber und gepflegt zu halten. Jedoch der Zahn der Zeit nagt, auch an mir, wenn ich meine graue Kopfbedeckung anschaue. So ist zum Beipiel mit den beiden Waschschüsseln auf unseren öffentlichen WC. An diesen sehe ich tagtäglich, dass sie nicht mehr die „jüngsten“ sind. Dies hängt auch an ihrem Material zusammen. Holz, das wissen wir, fängt im laufe der Jahre an, nachzudunkeln und in einem öffentlichen Waschbecken, welches fortwährend benutzt wird,  da wird dieses dunkler, wird es unansehnlicher? Für mich ist dies in Ordnung, jedoch für den einen oder anderen, ist es der Stein des Anstosses; „Das gehört ausgetauscht, …“ Seinen Zweck er füllt es, es hat „lediglich“ Alterserscheinungen. So ist es auch mit uns Menschen in der Rolle aus Gastgeber/in als Gast, Mitarbeiter/in. Mit vielen bin ich seit unzähligen Jahren und Jahrzehnten freundschaftlich verbunden, auch an denen, sowie auch an mir, nagt der „Zahn der Zeit“. Gehören deshalb auch wir ausgetauscht, entsorgt?, verschönert? Unsummen werden in Anwendungen, medizinischen Behandlungen investiert, um dem Ideal der ewigen Schönheit nachzueifern. Trotzdem sind und bleiben wir vergängliche Wesen. Ein Stammgast, seines Zeichens Mediziner sagte mir einst; anlässlich eines Vortrages im Haus: „Im Prinzip sind wir ledigliche eine verderbliche Ware und nur ein paar Euro wert,…“

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

So wird es auch bei uns im Haus sein, die Schönheit liegt lediglich im Blicke des Betrachters. Ursprünglich wollte ich hier in Bilder präsentieren von einem hochgezüchteten modernen Apfel, dagegen einen aus der Norm fallenden Apfel einer Streuobstwiese.
Nun wie solch ein Exemplar aussieht, sehen Sie tagtäglich in den Auslagen der Lebensmittelketten, das besondere verliert sich, oder nicht?

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sommer und eine gute Zeit!

Euer Karl Traubel

 

www.hotel-hubertus.de
HUBERTUS 1952
HUBERTUS 2018
HUBERTUS 2018

 

 

 

 

 

 

Balderschwang ca. 1920
Balderschwang 2018

 

 

 

 

 

 

 

 


2 Antworten zu “Wer gibt uns das Recht?”

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