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21.07.2017, Matthias Wagner

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100 Tage dauert ein Bergsommer

Mittwoch - 3. Juli 2013 - Karl Traubel - 2 Kommentar(e)

Verfasst von
Karl Traubel


Ab Mitte Mai, Anfang Juni zieht man auf d’Alp.

Alpen sagt man im Allgäu, Vorarlberg und in der Schweiz, im Oberbayern und im Tirol heissen sie Almen. Rückwärts denkend, sprich zur Entstehungsgeschichte dieser Bereiche, war Existenznot, bestimmt nicht Idylle, Ruhe und Entspannung, sondern reiner Überlebenswille, wie kann ich kann als Familie, Gemeinschaft oder Sippe überleben. Immer höher hinauf musste man, auch in Regionen wo die Wachstumsperiode nur ein paar Monate im Jahr sind. Balderschwang = 8 Monate Winter und 4 Monate kalt = Bayrisch Siberien. Jetzt Sommerfrische für Gäste und Alpvieh auf „Bergurlaub“.
Eine schöne Zeit, ich sehe immer das Leuchten der Augen, wenn ich mit Kinder der Älplarfamilien rede, wenn ich sie frage: „Bisch gern uff dr Alp?“ Ein intensives Nicken erspart die Antwort. Ein Älplarleben ganz ohne Gameboy, Kids TV, ist dies vorstellbar? Ein Leben im Einklang mit der Natur, ein Leben mit dem Unbill der Natur, Hitze und Frische. Gerne freue mich auf meinen Wanderungen dort oben einzukehren, nachzufragen, wie es ihnen geht. Ganz andere Herausforderungen und Werte bekomme ich da als Antwort.  Eine schöne Zeit, ich kann das Leuchten der Augen verstehen.
Im September ist der Abschied, „dr Scheid“ = Viehscheid, Alpabtrieb. Dann zieht das Vieh ab, Stolz und Freude in den Gesichtern der Älplar – der Sommer isch rum.
So um die 100 Tag – Gäste bleiben kürzer:

„Bis next Joahr!“

Auch wir freuen uns wenn wir unsere Gäste wiedersehen!
Bergwandern ein neuer wiedererlebter Trend, wir sehen dies am Outfit (Zalando) und an der Presse (Bsp.: Brigitte) Bergwandern – jünger, weiblicher, sportlicher.


2 Antworten zu “100 Tage dauert ein Bergsommer”

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