• Blog HUBERTUS Alpin Lodge & Spa

    Kaum Hotel. Eher Zuhause.

19.07.2017, Hans-Martin Billing

+++ Gastfreundschaft ist, wenn man als Gast seine Seele baumeln lassen kann +++ mehr erfahren

17.07.2017, Katharina Schwab

ein Wohlfühlort zu 100%, so viel Aufmerksamkeit, Herzlichkeit findet man nicht oft. wir hatten vier wundervolle Tage in Balderschwang. wir kommen gerne und ganz sicher wieder mehr erfahren

16.07.2017, Margarete Steeb

Ein einzigartiges Wohlfühl-Ambiente! Alles wurde mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die Menüauswahl, die Zubereitung und der Geschmack waren hervorragend. Vielen Dank für die erlebnisreichen Tage! mehr erfahren

Und so was mach ich freiwillig?

Montag - 16. März 2015 - Karl Traubel - 0 Kommentar(e)

Verfasst von
Karl Traubel


8. März 2015

00:30 an Schlaf ist nicht zu denken, ich döse.

01:00 Blick auf die Uhr: „no zwoi Stund“ ich döse weiter…

02:00 Brauchts des? „Jetz isch es grad gli“ weiter dösen…

03:00 Irgend wo in unserem Bau rummpelts, der erscht stoaht öff! nicht mehr dösen

Wasaloppetmorgen

04:00 Uhr Morgen Abfahrt in Mora (für Nichtenthusiasten) Mora ist der Zielort des längsten Volksskilanglaufes. Tausende und Abertausende werden in das 90 Kilometer entfernte Sälen gekarrt. Unterwegs mitten in der Provinz Dalarnas Stau, langsam setzt sich der Bus in Bewegung stoppt wieder, es steigen nochmals etwa 25 Langläufer ein. Deren Bus blieb stehen. Vollbeladen, vor sich hindösend, auf dem Boden liegend erreichen wir nach 2 1/2 Stunden den Startort.

07:00 Hier ist im Morgengrauen der Teufel los. Knöchelhoher Schlamm, stellenweise „geflutete“ Startbereiche. Jetzt rasch meinen Startblock suchen und die Ski hinlegen. „Blos des isch z’spät.“ – wir stehen in unserem Startbereich ganz hinten.  Warteschlangen vor  elend langen Dixieklo’s; ich bevorzuge den schwedischen Kiefernwald, muß höllisch aufpassen, daß ich nicht in die Hinterlassenschaft eines ebenfalls mit der gleichen Absicht und sichtschutzsuchenden Starters tapp. (trete) DHL macht wieder den Transfer des Gepäcks. Etwa 10 Riesen LKW mit Hänger stehen bereit. Hier muss ich den schwedischen Organisatoren mit ihrer immensen Anzahl an fleissigsten Helfern von jung (ca. 6 Jahre) bis Alt (ich denke über 80) meinen riesen Respekt zollen, wie das alles klappt.

07:30 Noch Dreissig Minuten zum Start, über uns kreissen Hubschrauber, einmal die Schwedische Police, das Fernsehen, ist ebenfalls mit dabei die eine oder andere Drohne.

07:40 Ausziehen; heuer mach ich nicht mehr den gleichen Fehler wie letztes Jahr. Kein Windstopper. Leicht fröstelnd springe ich mit meinem Spetzel Stephan zur Abgabestelle. Ich bin jetzt schon naß im Schuh, so steht stellenweise das Wasser. Dickie, alias James Bond, Jugendfreund, Kollege, der Hüttenwirt vom Oberjoch deutet uns, damit wir wieder zurück finden.

07:50 Zwischendrin bewegen wir uns im Takt, vorgeführt von schwedischen Blondinen, das spornt an, da kommt das Blut in Wallung.

08:00 Start zum 91-igsten Vasaloppet. Die hinteren Netze gehen hoch, der Druck von hinten wächst. 15.800 Läufer setzen sich in Bewegung. Die Weltelite verursacht einen Frühstart und hängen in den Netzen. (Des händste davo!) Blos mi irritiert des it! Überhaupt ist die erste halbe Stunde nur: „A stop and go!“

Die ersten Kilometer sind „So gmiatle das ma hoigadda ka…“ (Es geht so langsam vorwärts, das man sich gemütlich unterhalten). Überhaupt ist alles unterwegs. (40 Nationen) Über 2.000 Frauen. 245 Starter aus Deutschland. Das Durchschnittsalter 41,3 Jahre. Der jüngste Teilnehmer 19, der älteste 89 Jahre!

Ab Mängsbodarna (24 km) kenn ich mich wieder gut aus. Da wir 5 (Dicki, der Hüttenwirt; Stefan der Berufsjäger aus Unterjoch, Hösles Thomas aus Oy, Hubert vo Wertach und I) am Freitag davor, die Vasaloppet-Staffel mit Erfolg liefen.

12:00 Kilometer 40 (Heut goats flott, die Trikotwahl war top!) „Allat a frische Lüftle vo hinda odr vodr Sieta.“ (Es weht ein frischer Wind aus der richtigen Richtung!) Unterwegs wird koi Ingkehrmöglichkit usglong. (Überall wo es was zu trinken und zum essen gibt, wird angehalten, es gibt die unter allen Wasaläufern bekannte Blubärsupa (Heidelsaft), Iso, Wasser, an manchen Stops Bouillion und Brotecken. Die nationalen und internationalen Konzerne sind ebenfalls vertreten und verköstigen die durstige und hungrige Läuferschaft.

Auszugsweise meine Gedanken und Überlegungen ab Kilometer 50: „So was mach i Freiwillig?“ (inneres Kopfschütteln) „Wer kam eigentlich auf die Idee?“ oder „Wer war der Hauptorganisator?Viellicht i sell?“  „No 49 Kilometer…“ „Des kanns it sing. Des gits doch it.“ und so weiter und so fort…

Mit jedem Fortlauf werden Kilometer vermeintlich länger.

Da ein Schrei: „He Traubel, willsch aloi laufa?“ Mein Freund Dickie, meine Gedankenerlösung, „Mir goats guat, und Dir?“ „Wem seine Idee war es, Du Traubel…“ Anscheinend hatte er die gleichen Gedanken wie ich davor.

Wir laufen gemeinsam weiter, meinen ab und an den einen oder die eine zu überholen, merken, daß dies doch keinen Sinn hatte, da irgendwann es immer der gleiche Pulk ist mit dem man sich Richtung Ziel bewegt. In der Zwischenzeit wird es Spätnachmittag die Kilometer werden weniger, die Zweifel so etwas nochmals zu machen sind auf Minus. „Des reicht!!!  Nie mehr Wasalauf!“

Irgend wann nach über  10 Stunden Laufzeit erreichen wir in der Dämmerung den Zielbereich. Gemeinsam überkehren wir glücklich und erleichtert die Ziellinie.

Jetzt den Effektensack holen, mit dem Bus kommen wir überglücklich und zufrieden in eine riesengrosse Sporthalle. Deren Boden wurde mit Spanplatten ausgelegt, hunderte oder tausende liegen am Boden rum, nacket, Halb angezogen, der eine im Yogasitz, für 200 Kronen kann man sich massieren lassen, relaxen, aber halt, da war doch was? „Verabredung Blockhütte, Bier und Wasaburger, …

… und irgend wann am nächsten Tag, kommt wieder des „Herrgottigs guats G’fühl, ma sott no amol mitdua!“

Die Zeit drängt am 26. März wird um 9 Uhr der Anmeldung eröffnet und nach 90 Sekunden sind alle Startplätze vergeben.

Vielleicht bin ich wieder mit dabei.


DANK:
Ich danke allen die uns unterstützt haben. Speziell meinem HubertusTeam, für das Geburtstagsgeschenk welches ich gut angelegt habe, Hans, daß Du mir den Ski perfekt präpariert hast. Meine Spezl für eine unvergessliche Woche und meiner Familie, die mir den zeitlichen und geistigen Freiraum „zur Verfügung“ stellte. Und meiner Heimatgemeinde Balderschwang, die mir direkt gegenüber der Haustür eines der schönsten Langlaufreviere bietet.

Falls Sie jetzt die Lust packt, hier gibt es mehr Info!

Besuch beim König
Besuch beim König
Geburtstagsgeschenk vom HubertusTeam
Geburtstagsgeschenk vom HubertusTeam
Start
Startbereich Block 8
Start Wasalauf2015
Start Wasalauf2015

 


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