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    Kaum Hotel. Eher Zuhause.

19.07.2017, Hans-Martin Billing

+++ Gastfreundschaft ist, wenn man als Gast seine Seele baumeln lassen kann +++ mehr erfahren

17.07.2017, Katharina Schwab

ein Wohlfühlort zu 100%, so viel Aufmerksamkeit, Herzlichkeit findet man nicht oft. wir hatten vier wundervolle Tage in Balderschwang. wir kommen gerne und ganz sicher wieder mehr erfahren

16.07.2017, Margarete Steeb

Ein einzigartiges Wohlfühl-Ambiente! Alles wurde mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die Menüauswahl, die Zubereitung und der Geschmack waren hervorragend. Vielen Dank für die erlebnisreichen Tage! mehr erfahren

ora et labora – Leben in Balance

Montag - 16. Mai 2011 - Karl Traubel - 0 Kommentar(e)

Verfasst von
Karl Traubel


Hubertus Balderschwang Yogaretreat
Hubertus Balderschwang Yogaretreat

Auf der  Jahrestagung der Wellnesshotel Deutschland, hörte ich einen Vortrag von Anselm Bilgri, dem ehemaligen Cellar von Kloster Andechs. Seine Botschaft, der er in seinem Begleitbrief kundtut möchte ich Ihnen mitteilen. Diese Zeilen passen so in unsere Zeit und auch zu den Angeboten vom Hubertus.

Anselm Bilgri

ora et labora – Leben in Balance

Der Mensch in unseren modernen westlichen Gesellschaften leidet unter der mangelnden Balance von Arbeit und Leben. Fragt man Führungskräfte in allen Arten von Organisationen, äußern sie häufig, sie empfänden sich wie im Hamsterrad. sie sind nicht mehr fähig auszusteigen und von einer höheren Warte mit Abstand auf sich selbst und ihre Arbeit einen kritischen Blick zu werfen. Mit dem Blick des Hamsterrades verbindet sich eine resignative Haltung des „immer weiter so“, die in einer Art Tunnelblick nach vorne gereichtet auf das immer gleich weit entfernte Ziel starrt. Allmähliche Demotivation, Erstarrung in emotionalerr Kälte, Nachlasseb der Kreativität und schließlich Burn-out-Syndrome sind die Folge, die sich natürlich auch im persönlichen und privaten Bereich, wie Zufriedenheit mit wsich selbst, Familie, Partnerschaft und Freundschaften auswirkt.

Das Wesentliche kann der moderne Mensch nur entdecken, wenn er sich bewusst für ein Leben in Freiheit entscheidet. Aber wie kann ich zu mir selbst stehen und doch Verantwortung für andere übernehmen? Wie gehe ich verantwortungsvoll und voller Freude mit dem knappen Gut der gegebenen Zeit um? Wie kann ich die Fülle an Informationen, die täglich auf uns hereinprasselt, filtern und so Nützliches vom Überflüssigen unterscheiden? Wie gewinne ich Gelassenheit, da doch mein Leben von Hektik und Stress geprägt ist?

Eine Antwort darauf liefert die Bendiktsregel, deren Motto das oben aufgeführte „Ora et Labora“ darstellt. Dieses Führungshandbuch von der Anfangszeit europäischer Wirtschaftstradition listet fünf wesentlich Schritte auf, um die Freude am Führen von Menschen wiederzugewinnen:

  1. Stabilität und Bodenhaftung
    Ein Mensch lebt in Demut, wenn er Bodenhaftung hat und bei sich ist. Nur dann können wir ein Gesprü für uns selbst entwickeln und die Dinge so annehmen, wie sie sind. Nicht zufällig gehören Humus und Humor demselben Wortstamm an: Lebensfreude ist das Ergebnis aus Selbsterkenntnis, Tatkraft und Gelassenheit. Tun und Lassen sind dabei gleich wichtig.
  2. Achtsamkeit
    Mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ist der sensible Blick auf den anderen gemeint, der immer mehr oder weniger anders ist als ich. Nur wenn achtsam mit unterschiedlichen Werten und Haltungen umgegangen wird, kann sich Vielfalt auszahlen. In der Benediktsregel wird im Prozess des Hörens und des Annehmens der entscheidende Erfolgsfaktor für eine vielgestaltige Gemeinschaft gesehen.
  3. Kultur des Dienens
    Wenn Führungskräft ihren Mitarbeitern dienen, dann sorgen sie dafür, dass jeder seine Arbeit gut erledigen und die gemeinsamen Ziele nachvollziehen kann. Eine Kultur des gegenseitigen Dienens und Vertrauens breitet sich aus, wenn das Gleichgewicht aus Geben und Nehmen gewahrt wird.
  4. Wertschätzung der Unterschiedlichkeit (Discretio)
    – Discretio, die Gabe der Unterscheidung, baut auf Wahrnehmungsfähigkeit auf. Was sind die besonderen Fähigkeiten eines Mitarbeiters, was macht seinen Charakter aus? Wie kann jeder Einzelne den besten Beitrag zum Gesamtergebnis liefern? Wenn Führungskräfte bewusst unterscheiden und erkennen, wie sich Teammitglieder ergänzen, bringt jeder seine besonderen Talente zum Klingen. Discretio bezeichnet aus das rechte Maß in Bezug auf sich selbst und auf andere. Wer ein Unternehmen oder eine Abteilung leitet, steht täglich vor einem Balanceakt. Die Unternehmensziele und die Strategie bestimmen das Handeln, andererseits darf darunter das Wachstum der Mitarbeiter nicht leiden. Das rechte Maß zu finden, heißt zum einen, sein inneres Gleichgewicht zu finden und zum anderen darauf zu achten, niemanden zu unter- oder überfordern.
  5. Die heitere Gelassenheit
    Lebensfreuede ist das Ergebnis aus Selbsterkenntins, Tatkraft und Gelassenheit. Tun und Lassen sind dabei gleich wichtig. In der Spiritualität der Benediktiner ist die Lebensfreude deshalb so wichtig. Humor sit ein sehr effektives Mittel Problemlösung.

Diese Haltungen sind nur durch dauerhaftes Training (der klassische Ausdruck dafür ist Askese) zu erlangen, die sich vor allem in der mentalen Einstellung zu Arbeit und Führung verfestigen kann. Was daraus folgt? Weniger Stress, der vor allem subjektiv empfunden wird, eine neue Freude am Problemlösen und damit persönlicher und gemeinsamer Erfolg.

Veronika Herrmann

Ein Ansatz für dieses Training bieten wir Ihnen mit der Auszeitwoche mit Veronika Hermann.
(22.05. – 28.05. und 13.11. – 18.11.2011)


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