• Blog HUBERTUS Alpin Lodge & Spa

    Kaum Hotel. Eher Zuhause.

11.12.2017, Schwarzwälder

Wir haben uns sehr wohlgefühlt und kommen sicherlich wieder . Unser Herr Hund schließt sich unserer Meinung an ,nachdem er am vorletzten Tag unsres Aufenthaltes von einer Ihrer Köchinnen mit Reis und Karotten versorgt wurde. mehr erfahren

11.12.2017, Marcel Paul

Liebe Freunde des Hubertus, wir waren wieder ein paar Tage bei Euch. Ich möchte nicht sagen als Gast. Dies würde nicht ganz stimmen. Es war wieder so, als würde man zu Freunden kommen. Ganz toll. Diese absolut ehrlich gelebte 'Gastfreundschaft' ist ohne Zweifel kein weiteres Mal zu finden. Wir sind immer wieder total begeistert und werde selbstverständlich wieder als Freunde zu Euch kommen. Spätestens im Juli zu unsrem ersten Hochzeitstag. Liebe Grüße an die besten Gastgeber der Welt. Bleibt alle gesund und bis bald...... Majo, Marcel und Jack mehr erfahren

09.12.2017, Marianne Lehmann

Familientreffen übers verlängerte Wochenende. Es hat einfach wieder Alles gepasst. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal! mehr erfahren

Erinnerungen – Teil II

Donnerstag - 2. Juni 2011 - Doris Iding - 1 Kommentar(e)

Verfasst von
Doris Iding


Karl und sein Bruder Walter waren gerade mit ihren Ausbildungen zum Metzger und zum Koch fertig, Karl hatte gerade mit der Hotelfachschule begonnen, als der Vater starb und sie 1980 „in die Selbstständigkeit gezwungen“ wurden, so erklärt Karl den damaligen Umstand. Damals war er 26 Jahre alt, Walter vier Jahre jünger.

Neben der Trauer um das Ableben des Vaters kam eine gewisse Wehmut von der Schule abgehen zu müssen hinzu. Karl hatte damals im Rahmen seiner Ausbildung in einem fünf Sterne Hotel in Arosa gearbeitet, und wollte diese Einrichtung, in der er als Direktionsassistent tätig war, eigentlich nicht verlassen. Umgeben von Klassenkameraden, deren Hotels in Amerika, Neuseeland und Australien waren, musste Karl nach Balderschwang zurückkehren und den  Betrieb weiterführen. Gemeinsam habe er es mit seinem Bruder Walter von der Mutter gepachtet.

Mit seiner damaligen Frau hatte Karl sich zusammengesetzt und überlegt auf welche Weise sich das Hubertus nach vorne bringen ließe.

Alles Mögliche waren sie durchgegangen, bis sie auf die moderne Art der Fahrt ins Blaue gekommen seien. Durch Busreisen, die Karl mit Walter begleitete, wurde im Sommer das Haus vollgemacht. In langen Reisen, die die beiden schlafend im Auto verbracht haben, konnten sie in Norddeutschland Busunternehmen gewinnen das Hubertus zu besuchen. Natürlich wäre für Gäste aus Norddeutschland die atemberaubende Anfahrt begeisternd gewesen. Aber die langfristige Bindung an das Haus wurde vor allem durch die Gastlichkeit geschaffen. Viele der Kunden, die damals in den 1980er Jahren mit den Bussen kamen, kämen auch heute noch. Als dann der Nachbar das gleiche Konzept etwas billiger anbot, sahen sich die Betreiber des Hubertus zum einen bestätigt, zum anderen angehalten etwas Neues zu machen.

Und so wurde aus dem Drang der Familie Traubel immer etwas Neues zu bieten, der Raum Weitblick geschaffen. Aus sechs Gästezimmern wurde ein großer Konferenzraum, in dem verschiedenste Seminare abgehalten und teils auch von den Traubels besucht wurden. Vom Manager- bis zum Reinkarnationsseminar.

Anfänge des Wellness

Von 1982 an war Karl nicht nur Leiter des Hubertus und Metzger in der hauseigenen Schlachterei, sondern auch Hüttenwirt auf der Grasgehren-Hütte. Über 20 Jahre wanderte er täglich von der Hütte in die Metzgerei und wieder zurück. Das Wissen um die Fleischspezialitäten des Hauses habe er vom Vater mitbekommen, ein Erbe, das weiterlebt. Die Firma Traubels Allgäu Spezialitäten hatte sich zum Ziel genommen Produkte aus der Region zu vertreiben. Mit hoher Qualität und viel Leidenschaft baute man sich ein weiteres Standbein.

Doch etwas harkte im Hotelbetrieb. Auch wenn die Zahlen zufriedenstellend gewesen wären, so war der Anspruch der Hoteliers nicht befriedigt. Durch die Seminare wäre eine ungewollte Atmosphäre entstanden. Und daraus entstand wieder eine neue Idee, eine neue Perspektive: das Wellness.

Die Wellness-Bewegung steckte damals noch in ihren Kinderschuhen. Und da Karls  Frau Christa eine Wellness-Ausbildung absolviert hatte und sich die Traubels das Konzept der Wellness-Hotels angeschaut habe, eröffnete sich die Möglichkeit das Hubertus dort hingehend umzustrukturieren.

Ein Beweggrund Wellness auszuprobieren wäre eindeutig gewesen den Gästen ein Alternativprogramm bei schlechtem Wetter zu bieten, so Karl. Denn was soll man bei vier Tagen Urlaub auf einem Berg anfangen, wenn es drei Tage davon regnet?

Aus der ersten Idee entstanden die ersten Rechnungen: Wie viele neue Betten würden benötigt? Wie groß müsse die neue Sauna werden?

Natürlich stand hinter diesen Überlegungen eine Vision, aber kein ausgearbeitetes Konzept. Deshalb wurde von den Banken auch nicht sofort der Kredit gewährt, der nötig gewesen wäre um das Haus umzubauen. Im Rückblick das Beste was Karl hätte passieren können. Denn Nachhilfe wurde vom Wellness-Hotel Deutschland gewährt. Der Dachverband unterstützte die Familie und half bei den Berechnungen, Planungen und Konzepten aus. Erst daraus haben genauere Planungen entstehen können, so Karl. Die Anzahl der Behandlungsräume und die Erweiterungen im Gästezimmerbereich waren vor allem Berechnungen, die mit Hilfe des Verbandes aufgestellt wurden. Darin lag der Schlüssel zum heutigen Erfolg, so Traubel.

Als man im Dezember 2002 eröffnet habe, so machte sich das Haus innerhalb kürzester Zeit als Hotel mit ausgezeichneten Behandlungsmöglichkeiten einen Namen.

2004 kann dann auch Karl von der Hütte ins Haupthaus zurück. Der Umsatz dort war gestiegen, aber auch die Aufgaben haben sich vervielfacht. Vor allem weil Wellness- Hotels wie Pilze aus dem Boden geschossen kamen. Viel Geld wäre damals geflossen, so Karl, vor allem in Nonsens. Wer brauche eine ägyptische Sauna-Landschaft in den bayerischen Bergen habe er sich kopfschüttelnd gefragt.

Und aus diesen Überlegungen heraus wurde das Hubertus 2010 nochmals neu ausgerichtet. Zum einen habe man die Wirtschaftlichkeit des Hauses überprüft, und sei darauf gekommen, dass das Haus seinen Ansprüchen, und denen seiner Gäste nur gerecht werden könne, wenn mehr Betten zur Verfügung ständen. Wichtig dabei war es Traubel die Essenz des Hauses beizubehalten und dabei die Beziehung zur Umgebung, der Natur und den Bergen zu verstärken. So sei die Idee des Behandlungsstadels entstanden.

Das neue, zukunftsfähige Hubertus

Aus dem letzten großen Umbau sei etwas Größeres hervorgegangen. Eine Art Planungssicherheit, die es den Traubels ermöglicht ihr Hotel über zehn Jahre sicher und für die Gäste bereichernd weiter auf hohem Niveau zu führen. Aber das ist für Karl  nicht das Entscheidende. Er sieht in den letzten Verbesserungen auch eine Möglichkeit sein Leben zu führen. In einer Verbindung aus Tradition und Modere lebt es sich nachhaltiger und gesünder. Die Einmaligkeit des Hauses wird verbunden mit der Natur, den Bergen und dem Ort Balderschwang. In einer Symbiose aus modernen Entspannungsmethoden und Behandlungen entstehe daraus etwas Einmaliges. Ob nun in den verschiedenen Restaurantbereichen oder Themen, der tollen Terrasse oder dem Schwimmbad, am Ende solle der Gast sagen können. Hier fühle ich mich wohl.

Begeistert wie am ersten Tag spricht Karl vom Hubertus: „Dieses alte Haus, und das neue mit dazu, die via sensus, die Lage von Balderschwang…das ist schon was Besonderes.“



Eine Antwort zu “Erinnerungen – Teil II”

  1. Hallo,

    das ist eine wirklich sehr schöne Geschichte. Ich könnte mir sogar einen Film über die Familiengeschichte vorstellen.

    Ich finde es sehr schön, dass so ein Familienunternehmen mit so tollen Ideen es wirklich schaffen konnte sich trotz all der

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