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Eine Hiobs-Botschaft…

06. August 2010

Heute mittag erfuhr ich, was ich nicht hoffte, dass es wahr wird. Unser Architekt, teilte mir im Kreis mit Projektleiter und Bauleiter mit, dass der vorgesehene Eröffnungstermin am 27. August nicht gehalten werden kann. Selbst den neuen Eröffnungstermin konnte man mir nicht mitteilen. Schon seit Tagen zeigte es sich, dass es nicht machbar ist. Von allen Seiten der beteiligten Baufirmen, bekam ich Warnhinweise auf die noch viel zu hohe Baufeuchte, und diverser anderer Mängel. Das nasskalte Wetter der letzten Wochen haben tagtäglich die Situation verschlimmert. Das grösste Problem haben wir jetzt, wie bringen wir dies nur unseren Gästen bei. Ein weiteres Mal alle anzurufen, ihnen mitzuteilen, das wir nicht fertig sind. Sind alle, die jetzt gebucht haben immer noch so entgegenkommend und verständnisvoll? -wie beim letzten Anruf?

Wie habe ich mich gefreut, als uns mitgeteilt wurde, Karl gib uns noch den August, dann gewähren wir Dir ein fixfertig bezugsfertiges Hotel. – Jetzt das.

Unsere Mitarbeiter, jetzt seit Wochen und Monaten arbeitslos, wollen arbeiten. Ich hoffe, dass Sie, wenn Sie diese Zeilen lesen, verstehen wie es uns zumute ist. Tagtäglich ist Christa auf der Baustelle, räumt den Schmutz und Schutt weg, saugt das Wasser auf, unser Haustechnikteam und unsere Auszubildenden sind dabei und schuften, putzen und und engagieren sich.
Jedoch eins kann ich Ihnen schon mitteilen, dass das was fertig ist, übertrifft all unsere Vorstellungen.

Der SpaStadel, die neuen Gaststuben, die grosse Sonnenterrasse, die jetzt allen Gästen Platz bietet, der sonnig-luftige Fitness-Stadel, der neue Berg- und Weitblick, und und und. In der Hoffnung, Ihnen bald das “neue” Hubertus präsentieren zu können freuen wir uns auf Sie.

Geschrieben irgend spät nachts, als ich kein Auge zugebracht habe.

Ihr

Karl Traubel und diejenigen die sich auf Sie freuen wenn Sie kommen; unter anderem mein Bruder Walter, mein Frau Christa, Charly, Sven, Uli, Bianca, Maika, Horst, Christian, Andrea, Julia, Helene, Rudi, Marlies, Jannik, Leo, Thomas Windolf, Prosper, Birgit, Anja, Christine, … und insgesamt über 50 Mitarbeiter.

Sobald ich den neuen Termin habe werden wir diesen im Blog veröffentlichen.
Wer weiss, für was es gut ist.


verfasst von Karl Traubel
Kategorien: Allgemeines, Bau-Tagebuch

7 Kommentare zu “Eine Hiobs-Botschaft…”

  1. Marc Traubel sagt:

    Ach Papa,
    Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie gern ich jetzt bei Dir sein würde und Dir, Walter, Christa und dem ganzen Hubertus Team zur Seiten stehen würde. Aber auch wenn ich da sein würde, würde das Hubertus auch nicht vorher seine Türen wieder öffnen.
    Von Anfang an hat es sich alles immer so toll angehört, wenn wir telefonisch die ganzen Neuerungen, Um- und Anbauten besprochen haben. Aber dass es jetzt leider schon wieder zu einer Verspätung kommt, ist ein riesen Rückschlag für uns. Als Du mir davon erzählt hast, ist mir richtig schlecht geworden und ich konnte Deine Niedergeschlagenheit vollkommen teilen. Aber wie Du immer sagst, das Hubertus wird einen Quantensprung vollführen.
    Aus einem HOTEL wird eine einzigartige LOGDE, aus einem RESTAURANT wird ein EDELWEISS, aus einem FREILUFT BEREICH wird ein VIA SENSUS, und so weiter. All dies wird lange seines Gleichen suchen.
    Ich freu mich schon jetzt auf unsere gemeinsame Zeit in Balderschwang.
    Bleib weiterhin so stark wie du es bis jetzt warst. Versuch Deinen stärkenden Schlaf zu finden, damit Du so schnell wie möglich das Hubertus in eine neue Ära leiten kannst.
    Ich bin stolz auf Dich. Fühl Dich gedrückt.

    Dein Sohn

    P.S.: Alles was im Leben passiert, hat einen Sinn, nichts geschieht umsonst! Manchmal wissen wir nicht sofort welchen, aber es wird sich hoffentlich bald herausstellen.

  2. Yvonne Werner sagt:

    hallo karl,

    mensch… selbst im 400km entfernten rhein-main-gebiet kann ich bei deinen zeilen mitfühlen, wie traurig und enttäuscht euch diese letzte information macht…

    aber: kopf hoch!!!! was sind tage der bauverzögerung gegenüber den vielen jahren, die ihr euch an eurem schmuckstück in balderschwang schon erfreuen konntet und in zukunft erfreuen könnt!! und außerdem… alles wird gut!!

    ganz herzliche grüsse und bis bald,
    yvonne werner

  3. Karlheinz Ettl sagt:

    Lieber Karl, liebe Christa, lieber Walter, liebes Hubertus-Team,
    Kopf hoch, auch wenn sich die Fertigstellung Eures Hotelumbaus ein paar Wochen verzögert! Wir können zwar mit Euch mitfühlen, aber da müsst Ihr einfach durch. In ein paar Monaten, wenn alles wieder läuft,denkt man nicht mehr daran und Ihr lächelt sicher über die Hiobsbotschaften und Probleme dieser Tage. Also:
    Wir wünschen Euch gute Nerven und vorallem besseres und trockeneres Wetter, auf ein gutes Gelingen!
    Eure Karlheinz und Christel Ettl mit Sven, Tina und Janis (der sicher gerne mithelfen würde!)

  4. Silke Heinzmann sagt:

    Liebe Familie Traubel und Hubertus Team!
    Ich kann ihre Enttäuschung mitfühlen und kann mich dem “Kopf hoch” nur anschliessen. Wie ernüchternd der weitere Verzug auch sein mag, das Ergebnis – da bin ich mir sicher – macht alles vergessen. Auch bin ich der Meinung, das die Gäste, denen nochmals abgesagt werden muss, dies verstehen und sicher eher Verständnis als Verärgerung aufbringen werden. Wer sie und das Hotel kennt, besitzt diese Toleranz!
    Ich drücke Ihnen aus dem Rheinland mit meiner Hündin ganz fest die Daumen und gemäss dem Sprichwort “nach Regen da folgt Sonnenschein” schicke ich Ihnen ganz viel positive Energie zum Durchhalten!
    Ihre Silke Heinzmann mit Hündin Mandy (wir freuen uns auf unseren nächsten Besuch bei Ihnen!)

  5. ‘n Abend Chef!

    Jetzt ist es schon ein paar Tage her, dass wir es wissen und der eigene Frust über die Situation hat sich gelegt und macht so langsam wieder der Energie platz, die wir bei unserem letzten Workshop so deutlich gespürt haben. Eine Energie und Kraft, die Herausforderungen auch weiterhin fest in beide Hände zu nehmen und gemeinsam “das Ding” auf die Beine zu stellen.

    Selbstverständlich ist es ein Rückschlag, aber wie Sie ihren Blog beenden “Wer weiß, für was es gut ist!” zeigt uns allen doch, dass man in Balderschwang noch lange nicht aufgibt. Auch wenn einem das Dreckwasser zu den Gummistiefeln oben rein läuft und man zum Xten Mal die Wasser-Pumpe durchs Haus getragen hat um sie woanders wieder einzusetzen. Jetzt hatten wir ja wieder einmal ein paar schöne sonnige Tage und die feuchten Stellen werden weniger.

    Wie Ihnen zumute ist kann ich wohl nur erahnen, so habe ich mir auch schon die ein oder andere späte Stunde um die Ohren gehauen und sehnsüchtig auf den Schlummer gewartet. Wie viele andere Mitarbeiter auch habe ich mir Sorgen gemacht, die man niemals aussprechen möchte. Ein flaues Gefühl in der Magengrube bleibt da nicht aus. Da brenne ich um so mehr darauf, bald wieder das tun zu können, wozu ich berufen bin.

    Jeden Abend, nach Feierabend, schlendere ich nochmal durch einen Teil des Hauses. Manchmal findet sich dabei Werkzeug, das irgendwie, irgendwo und irgendwann verschwunden ist. ABER IMMER finde ich eine neue Stelle, die mich in Staunen versetzt. Ob es das Holz im Buffetbereich ist, ob es der gigantisch große Warmwasserspeicher im Neubau ist oder Peter Traa’s Schild “Nichts was geschieht, geschieht zufällig” dessen Weg durch den Weitblick ich seit Baubeginn verfolge. Ich traue mich nicht, dieses Schild abzunehmen um in Sicherheit zu bringen, denn es steckt so viel Wahrheit darin. Und weil es ein so starker Leitspruch ist, weiß ich, dass so Vieles im Hubertus ist und bleibt, wie wir es kennen und unsere Gäste lieben.

    Meine Motivation, jeden Morgen über den Pass nach Balderschwang zu fahren hat nur einen Namen: HERZBLUT!

    Christian

  6. Peter und Margret Juon sagt:

    Liebe Familie Traubel und liebes Hubertusteam.
    Da hat mein Juchzer vom Säntis, verbunden mit den Wünschen für Erfolg, nichts bewirkt. Es war ja auch wolkenverhangen an jenem Tag im Juli.
    Spass beiseite: bei einem Bauvorhaben dieser Grösse sind Verzögerungen absolut möglich und nichts Aussergewöhnliches. Bei dem “komischen” Wetter allemal. Das werden doch sicher alle “gebuchten” Gäste vernünftiger Weise zur Kenntnis nehmen. Aber es wird gut werden, irgendwann. Davon sind sich Eure Schweizer Freunde absolut sicher.
    Wann wir “reinschauen” wissen wir noch nicht, wird aber eintreffen.
    Wir wünschen Euch alles Gute, gutes “Bauwetter”, starke Zuversicht, und eine tolle Wiedereröffnung des Hubertus.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz von Peter und Margret Juon

  7. Karl Traubel sagt:

    Lieber Peter,
    liebe Margret.

    Wenn ich heute morge Richtung Säntis lueg, ein stahlblauer Himmel, der Säntis leicht anzuckert,
    glaubte ich den Juchzer zu hören. Stimmt doch?
    Danke für Eure Grüsse.
    Karl

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